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Die Geschichte des Schlosses

Die Burg Skála wurde, vor dem Jahre 1353, wahrscheinlich von Hynek von Waldstein gegründet. Im Besitz seiner Nachkommen blieb die Burg nur noch bis 1416, als die Herren von Jenstein und ab 1460 dann die Zajícer von Hasenburg hier das Sagen hatten.
Johann Hase (Zajíc) von Hasenburg hatte sich als Mitglied der Grünberger Allianz gegen König Georg gestellt. Aus diesem Grund wurde die Burg Skála im Jahre 1469 vom  königlichen Herr zusammen mit anderen Burgen belagert und erobert. 1492 ging die Burg in den Besitz der Svojanover aus Boskovitz über. In der Folge erstreckte sich Skála-Domäne  über 54 Dörfer oder deren Teile. Jan Svojanovský verschuldete sich jedoch und war schließlich gezwungen, die Domäne nach und nach an Zigmund Smiřický von Smiřice zu verkaufen. 1524 kam dann die Burg an die Reihe. Zikmund Smiřický – er starb 1548 – und seine Nachfahren erweiterten die Güter und nahmen einen Umbau der Burg in ein dreiflügeliges Renaissanceschloss vor. Albrecht Jan Smiřický nahm 1618 eine sehr aktive Position gegen Kaiser Ferdinand ein, was nach der Niederlage des Ständeaufstandes sein Todesurteil bedeutete; noch im November 1618 starb er, und weil sein schwachsinniger Bruder Jindřich Jiří untrennbarere Besitzer der Skála-Güter war, wurde die Domäne nicht konfisziert, sondern ging in die Verwaltung von Jindřichs Vormund – Albrecht von Wallenstein – über.  Jindřich Jiří starb 1630 genau hier auf Hrubá Skála, sodass die Domäne in den Händen Albrecht von Wallensteins blieb, der sie in sein Herzogtum Friedland eingliederte.

Nach Wallensteins Ermordung in Eger im Jahre 1634 wurde Maximilian von Waldstein neuer Besitzer von Skála. Während des Dreißigjährigen Krieges hatte das Schloss einiges durchzumachen. Zunächst wurde es gleich nach dem Tode Wallensteins von den Sachsen, dann von den kaiserlichen geplündert. Danach schauten die Schweden mal kurz vorbei, und 1639 waren es dann noch einmal die kaiserlichen Truppen, dieses Mal unter dem Kommando von Feldmarschall Colloredo, die Skála eroberten. Sie waren es aber auch, die 1643 die Schweden unter dem Kommando von General Torstenson von hier wieder vertrieben. Es liegt auf der Hand, dass die Domäne unter solch wilden Verhältnissen erhebliche Schäden erlitt, eine ganze Reihe von Ortschaften wurde niedergebrannt und dann nie wieder aufgebaut. Maximilian von Waldstein lebte bis zu seinem Tode 1655 in Wien. Auf kaiserlichen Befehl sollte  Hrubá Skála 1658 zusammen mit anderen Burgen abgerissen werden, damit sie dem Feind im Falle eines Krieges nicht als  Stützpunkt dienen konnte. Es waren dann wahrscheinlich die Proteste von Maximilians Enkel, Ernst Josef von Waldstein, der den Herrscher von seiner ursprünglichen Meinung in Sachen Skála abbringen konnte. In den Jahren 1710 und 1804 wurde das Schloss durch einen Brand beschädigt, doch die Waldsteiner ließen sie jedes Mal wieder reparieren. Franz Adam, der letzte aus dem Waldstein-Geschlecht, verkaufte Skála 1821 mitsamt der Domäne an Johann Lexa von Aehrenthal. Die Aehrentahaler wussten gut zu wirtschaften und bauten ihre Burgen und Schlösser unter dem Einfluss der Romantik um. Hrubá Skála verpassten sie einen neugotischen Stil. Alois Lexa Freiherr von Aehrenthal hatte das Amt des Außenministers von Österreich-Ungarn inne. 1945 wurde das Schloss konfisziert. Nicht lange danach erwarben die kommunistischen Gewerkschaften  das Objekt und ließen es in eine Erholungseinrichtung umbauen. Dadurch kam es leider zu irreversiblen Schäden in den Innenräumen des Schlosses.

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